Wo liegt denn Albanien?

Es ist schon relativ außergewöhnlich, wenn man sich dazu entscheidet nach Albanien auszuwandern. Albanien liegt in Südosteuropa und ist von der Fläche kleiner als Belgien. Der Anrainerstaat grenzt an den Kosovo, Mazedonien und Montenegro. Albanien hat eine eigene Währung, der albanische „Lek“, und beheimatet eine parlamentarische Regierung.

Das spricht gegen Albanien

Ein wirkliches Auswanderparadies ist Albanien sicherlich nicht. Auswanderer benötigen ein dickes Fell, da sie mit erheblichen Schwierigkeiten zu rechnen haben. Die Arbeitslosenquote im Land liegt bei 14 Prozent, die Infrastruktur ist miserabel ausgebaut und obwohl es in Albanien eine parlamentarische Regierung gibt, ist Korruption an der Tagesordnung. Wer in Albanien leben möchte, muss sich darauf einstellen, beispielsweise sehr lange auf einen Telefonanschluss warten zu müssen. Hinzu kommen die schlechte Wasserversorgung und gegebenenfalls tägliche Stromausfälle. Zu beachten gilt ebenfalls, dass Albanien nicht der Europäischen Union angeschlossen ist. Dieser Umstand könnte noch mindestens zehn Jahre andauern. Möchte man in Albanien sesshaft werden, also mehr als 90 Tage in Albanien verbleiben, sollte man sich innerhalb der ersten 30 Tage bei dem Grenz- und Migrationsdirektorat melden. Ebenso wird eine Arbeitserlaubnis benötigt. Hier sollte man sich dringend Erkundigungen beim Auswärtigen Amt oder bei der albanischen Botschaft einholen. Es ist sehr wichtig, dass Auswanderer die albanische Sprache beherrschen. Obwohl die Albaner gegenüber Familien mit Kindern sehr aufgeschlossen gegenüber treten und zudem sehr gastfreundlich sind, ist das Bildungssystem nicht gut bewertet. Ebenso sieht es im Bereich der Sozialversicherungen aus.

Das spricht für Albanien

Albanien liegt an der zum Teil an der Adriaküste und ist in den vergangenen Jahren zu einem Geheimtipp für Urlauber avanciert. Doch nicht nur für Strandurlauber, sondern auch für Bergsteiger, hat Albanien eine Menge zu bieten. Das warme Mittelmeerklima ist ein weiterer Vorteil. Mit einem Einheitssteuersatz von zehn Prozent lockt Albanien große Investoren an, so dass man in der jüngsten Zeit Wachstumsraten bis zu sechs Prozent verzeichnen konnte. Investoren sollten sich regionale Partner suchen. Die Lebenskosten und auch die Grundstückspreise sind sehr gering. Ein Eigenheim ist daher unumgänglich, jedoch sollte man sich eher in den städtischen Regionen als auf dem Land ansiedeln. Es sei denn, man möchte in spartanischen Verhältnissen leben.

Kommentare sind geschlossen.