Steueroase Andorra

In einem Hochtal der Gebirgskette der Pyrenäen liegt Andorra. Wegen seiner Lage herrscht in Andorra ein kühles Gebirgsklima. Der Zwergstaat ist kein Mitglied der Europäischen Union und hat ungefähr 85.000 Einwohner. Den meisten ist Andorra als Steueroase bekannt. Die Bürger von Andorra müssen weder Einkommensteuer, Erbschaftsteuer oder Kapitalsteuer abführen. Die Mehrwertsteuer liegt bei vier Prozent. Aus diesem Grund ist die Steueroase Andorra auch bei vielen Unternehmen beliebt. Auch Touristen schätzen die günstigen Preise für beispielsweise Spirituosen, Tabak und Kosmetik, da diese Waren zollfrei gekauft werden können.

Begrenzte Einwanderung

Die Anzahl der Zuwanderer wird mittlerweile von Andorra begrenzt. Die Regierung prüft genau, warum jemand nach Andorra übersiedeln möchte. Einwanderer, welche  keine wirtschaftlichen Rechte haben, müssen sich den Kauf einer Immobilie von der Regierung genehmigen lassen. Jede Familie darf nur ein Eigenheim erwerben. Um die notwendigen Behördengänge kümmern sich in der Regel die Verkäufer. Die Mieten und auch die Heizkosten in Andorra sind sehr hoch. Andorra partizipiert hauptsächlich am Tourismus und an dem Verkauf zollfreier Waren. Nach allgemeinen Angaben soll Andorra ein Besuchervolumen von über 12 Millionen Menschen beherbergen. Dafür stehen in Andorra 500 Hotels sowie Sport- und Ferienzentren zur Verfügung. Weiterhin spült der Verkauf von Naturstrom Geld in die Kassen. Obwohl sich Andorra nicht der Europäischen Währungsunion angeschlossen hat, bezahlt man in Andorra mit dem Euro. Die offizielle Amtssprache ist katalanisch. Diese sollte man unbedingt beherrschen, da ansonsten die Behördengänge zum Spießrutenlauf werden können. Generell beschweren sich viele Einwanderer über die allgemeine Rechtlosigkeit.

Das Fleckchen Erde

Auswanderer werden in Andorra ihr Leben umstellen müssen. In Andorra gibt es keine Autobahnen. Schließlich ist die Fläche Andorras nur 468 Quadratkilometer. Das Bildungssystem ist in jeweils ein andorranisches, spanisches und ein französisches System gestaffelt. Ferner gibt es die Möglichkeit englische Privatschulen zu besuchen, welche im Gegensatz zu den anderen Schulformen kostenpflichtig sind. Einwanderer benötigen eine Aufenthaltsgenehmigung und eine Arbeitserlaubnis, welche beim Oficina d’Im-migració beantragt werden muss. Hier sollte man sich vorab gut informieren, da die andorranische Behörde die Dokumente mit einer Apostille gemäß der Haager Konvention verlangen kann. Weiterhin wird für die Auftragsbearbeitung eine Gebühr fällig, die sofort zu entrichten ist.

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