Baltikum Estland

Estland gilt als nördlichstes Land des gesamten Baltikums und hat nach allgemeinen Angaben zirka 1.340.000 Einwohner. Ein Leben in Estland ist nur mit einer Aufenthaltsgenehmigung möglich. Diese wird anfangs auf fünf Jahre ausgestellt. Zuzüglich sollte man ausreichendes Kapital, Arbeitsentgelt oder eine Rente vorweisen können. Des Weiteren muss man eine Krankenversicherung vorweisen können, die man am Besten vorab privat abgeschlossen hat. Innerhalb eines Monats nach der Ausstellung der Aufenthaltsgenehmigung muss man seinen Wohnsitz bei der zuständigen Einwohnerbehörde anmelden. Wer in Estland ein Auto führen möchte, benötigt einen international gültigen Führerschein und die Grüne Versicherungskarte.

Leben in Estland

Die Esten sind ein zurückhaltendes Volk. Die Lebenshaltungskosten in Estland sind im Gegensatz zu Deutschland niedrig, ähnlich wie die Löhne und Gehälter. Fundierte  berufliche Chancen ergeben sich vornehmlich im medizinischen und im handwerklichen Bereich. Gut ausgebildete Fachkräfte sind in Estland überwiegend Mangelware. Die Arbeitszeiten in Estland sind im Vergleich zu Deutschland erheblich länger und werden schlechter bezahlt. Um am öffentlichen Leben und an der Arbeitswelt teilhaben zu können, ist es empfehlenswert sich die estnische Sprache bereits vor der Auswanderung anzueignen. Ab dem Jahr 2011 gilt eine neue Regelung die Einkommenssteuer betreffend. Diese wird zukünftig mit 18 Prozent veranschlagt. Ansonsten hat Estland ein Einheitssteuersystem. Nachfolgend wird im Januar 2011 der Euro in Estland eingeführt. Bereits seit Jahren profitiert Estland von der zukünftigen Euro Einführung, da ausländische Investoren sich vermehrt im estnischen Markt niederlassen und etablieren. Wichtige Handelspartner für Estland sind Finnland, Schweden und auch Deutschland. Die Investitionen erstrecken sich größtenteils auf die Telekommunikationsbranche und auf die Finanzbranche.

Wissenswertes über Estland

Besonders erfreulich ist der gesetzlich garantierte Internetzugang für jeden Bürger. In den letzten Jahren wurden die estnischen Schulen ausnahmslos an das World Wide Web angeschlossen. Bürger, die keinen PC besitzen, können sich in den über 700 öffentlichen Zugängen kostenlos ins Internet einloggen. In den Schulen werden verschiedene Fremdsprachen gelehrt, unter anderem wurde Englisch als erste Fremdsprache eingeführt. Im Straßennetz sind nur die wichtigen Straßen ausgebaut. Separate Radwege gibt es kaum. Nach Angaben der WHO weist Estland die höchste HIV-Infektionsrate in Europa auf. Demzufolge wurde ein Gesetz verabschiedet, dass Schwangere auf HIV getestet werden.

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