Blutgetränktes Leinentuch als Flagge

Bei diesem Gedanken läuft es einen eiskalt den Rücken runter. Doch ganz so blutrünstig ist Lettland nun wirklich nicht. Die Geschichte besagt, dass ein lettgallischer Stammesfürst in einem blutgetränkte Leinentuch beerdigt wurde. Darauf soll sich die Geschichte Lettland begründen. Lettland kann ein gemäßigtes Klima vorweisen, liegt an der Ostsee und grenzt  unter anderem an Estland und Litauen. Insgesamt erstreckt sich das Land über 62.196 Quadratkilometer. Erst im Jahr 2004 trat die damals noch junge Republik der Europäischen Union bei. Der Euro wurde bislang noch nicht eingeführt, so dass die nationale Währung der Lats ist.

Auf dem Land oder in der Stadt

Möchte man sich in Lettland ansiedeln, benötigt man nach 90 Tagen Aufenthalt eine Aufenthaltsbewilligung. Die Arbeitsmarktsituation ist je nach Region sehr unterschiedlich zu betrachten. So können beispielsweise die städtischen Regionen eine geringere Arbeitslosenquote aufweisen als die ländlichen Regionen. Facharbeiter werden dringend gesucht. Die besten Arbeitsplätze finden sich in den Bereich der Medizin und Informationstechnologie. Verglichen mit Deutschland sind die Lebenshaltungskosten relativ gering. Das spiegelt sich auch im Verdienst wider. Dennoch wurde in Lettland ein gesetzlicher Mindestlohn eingeführt. Die Mieten in den Städten sind moderat und die Wohnungen modern ausgestattet. Da Lettland lange Jahre zur Sowjetunion gehörte, wird neben der lettischen Landessprache, ebenso russisch gesprochen. Wegen der Finanzkrise ist Lettland von einer starken Rezession betroffen, so dass man einen Staatsbankrott befürchtet. Dies hatte auch ein Ansteigen der Arbeitslosigkeit zur Folge, so dass man vorab einen Arbeitsplatz vorweisen sollte, bevor man beschließt nach Lettland auszuwandern. Das Straßennetz in Lettland ist gut ausgebaut, was man vom Schienenverkehr nicht behaupten kann.

Kultur und Bildung

Traditionell erhalten die Letten ihre Kultur und auch die Bildung besitzt einen sehr hohen Stellenwert in diesem Land. Obwohl die Menschen anfangs etwas argwöhnisch zu sein scheinen, tauen sie sehr schnell auf. Besonders deutschen Auswanderern gegenüber. Es gibt sehr viele gemeinsame Kultur und Bildungsprojekte zwischen Lettland und Deutschland. Lettische Schüler lernen als Fremdsprache bislang lieber deutsch als englisch. Bis zum Studium ist die Bildung kostenfrei. An staatlichen Hochschulen werden ebenso wie an privaten Schulen gestaffelte Studiengebühren erhoben. Das Niveau der Bildung kann man als gut bezeichnen.

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