Nicht hinter schwedischen Gardinen

Auf einer Fläche mit 450 295 km² hat Schweden eine Einwohnerzahl von ungefähr 9.340 682. Politisch beheimatet Schweden eine parlamentarische Monarchie und gehört seit 1995 mit zur Europäischen Union. Nach einem Volksentscheid entschloss man sich jedoch an der Einführung des Euros nicht teilzuhaben. Daher hat Schweden noch immer die Schwedische Krone als eigene unabhängige Währung.

Warum nach Schweden auswandern?

Die Gründe, warum deutsche Bundesbürger sich für eine Auswanderung nach Schweden entscheiden, sind vielfältig. Vielleicht mag es an der Geschichte liegen oder vielleicht auch daran, dass Königin Silvia eine gebürtige Deutsche ist. Ein anderer Grund könnte das Klima oder das soziale System in Schweden sein. Nachdem man sich für die Auswanderung nach Schweden entschieden hat, muss man sich nach 3 Monaten eine Aufenthaltserlaubnis (Uppehållstillstand) ausstellen lassen. Diese wird vom Migrationsverket, der schwedischen Einwanderungsbehörde, ausgestellt. Dabei muss ein Nachweis einer festen Arbeitsstelle erbracht werden. Für Selbstständige gelten andere Regeln. Beispielsweise sind hier Nachweise über ausreichendes Kapital und eine Gewerbeanmeldung von Nöten. Daher ist es besonders sinnvoll bereits die schwedische Sprache ansatzweise zu beherrschen. Eine dementsprechende Aufenthaltserlaubnis wird für fünf Jahre ausgestellt. Handelt es sich um einen befristeten Arbeitsvertrag, der eine kürzere Zeit beinhaltet, kann die Aufenthaltserlaubnis auch nur so lange gelten, wie der Arbeitsvertrag Auskunft darüber gibt. Entscheidend für ein Leben in Schweden ist ebenso eine Personennummer, welche man beim Finanzamt erhält. Ohne diese Personennummer läuft so gut wie gar nichts in Schweden. Man kann weder Telefon anmelden, noch eine Wohnung mieten. Jeder Arbeitnehmer hat Anspruch auf gesetzliche Sozialversicherungen. Weiterhin ist jeder Bürger gesetzlich krankenversichert. Die Lebenskosten in Schweden sind etwas teurer. Die Mehrwertsteuer liegt derzeitig bei 25 Prozent.

Familien mit Kindern

Die Personennummer benötigt man auch, um Beispielsweise Kinder und Jugendliche in der Schule anzumelden. Dabei unterscheidet sich das schwedische vom deutschen Schulsystem ganz erheblich. Die Schulpflicht beginnt ab dem 6. Lebensjahr. Während der Schulbildung wird in Schweden jedoch der Grundstein für eine betriebliche Ausbildung gelegt, welche durch studienvorbereitende Ausbildungsprogramme begleitet wird. Eine Leistungseinstufung nach Noten findet erst ab dem achten Schuljahr statt. Die gesetzliche Schulpflicht besteht bis zum 16. Lebensjahr. Ganztagsschulen sind jedoch an der Tagesordnung.

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